Unser
Ziel
letzte Aktualisierung: 16. 10. 2008
Die Überführung des ehemaligen RAF-Flugplatzes Laarbruch in den zivil genutzten "Airport Weeze" (formals "Airport Niederrhein") begrüßen wir. Das Projekt bietet mittelfristig die größte Chance, den durch den Abzug der Royal Air Force (RAF) entstandenen Verlust an Arbeitsplätzen (ca. 600 Zivilangestellte) bzw. Wertschöpfung (ca. 100 Mio. DM/ 52 Mio.
€) für die Region zu kompensieren. Langfristig kann der Airport Weeze den
regionalen "finanziellen Input" der ehemaligen RAF-Laarbruch sogar weit übertreffen. Bis zum Jahr 2015 wird von unabhängigen Gutachtern mit einer Wertschöpfung von 150 Mio.
€ gerechnet.
Die politische
Entscheidung zugunsten einer fliegerischen Folgenutzung
des Geländes ist bereits 1993 getroffen worden; mit der
Gründung der "Flughafen Niederrhein GmbH" (FN) durch die
kommunalen Verantwortungsträger war es öffentlich bekannt,
dass die zivile Nutzung des Flughafens nach Abzug der Briten angestrebt
wurde. Seitdem arbeiten Politik, Behörden und die privaten
Investoren intensiv an der Verwirklichung des Konzeptes. Alternative
Nutzungsmodelle (Auskiesung, Gewerbegebiet o. ä.) wurden
eingehend
geprüft und schließlich verworfen, da keine dieser Optionen
auch nur annähernd so große Entwicklungschancen - und in
der
Folge Arbeitsplätze bzw. Wertschöpfung - erwarten lassen
konnte.
Wer sich nach
Gründung der FN (1993) in der Einflugschneise
ansiedelte, musste wissen, dass er damit ein hohes Risiko einging, wenn
auf eine endgültige Schließung des Airports gehofft wurde.
Das
erklärte Ziel der FN, die zivile Folgenutzung des Flughafens, war
allgemein bekannt. Viele Zugezogene haben aber auf ein Scheitern des
Konversionsprojektes gehofft und auf eine Wertsteigerung neu erworbenen
Grundes in der Einflugschneise spekuliert. Zu dieser Fehlkalkulation hat
beigetragen, dass einige Vertreterinnen und Vertreter aus der
Gegnerschaft die lange Realisierungsphase von 1993 bis 2003 voreilig und
fahrlässig als Zeichen des Scheiterns des Konversions-Projektes
Laarbruch interpretiert, dies öffentlich propagiert und damit falsche
Hoffnungen (auf ein Misslingen) geweckt haben. Überhaupt dominieren
Zugezogene die Gegnerschaft; die meisten von Ihnen haben den
lärmintensiven Flugbetrieb zu Zeiten der RAF (insbesondere vor 1992) gar
nicht mehr erlebt und verfügen daher nur über eine beschränkte Einsicht
in entsprechende Zusammenhänge; falsche Schlüsse und fehlerhafte
Vergleiche sind die unvermeidliche Folge. Unter
den alteingesessenen Anwohnern wird der aktuelle Flugbetrieb in Kenntnis dieser
Vorbelastung dagegen sehr gelassen gesehen.
Über derartige Hintergründe aufzuklären und der schweigenden Mehrheit, die das Projekt befürwortet, eine Stimme zu geben, ist eines unserer Ziele. Umfragen belegen die enorme Zustimmung für den Airport Weeze bei der unmittelbar betroffenen Bevölkerung (s. Rubrik "Aktivitäten").
Inzwischen ist die
Entwicklung des zivilen Airports Weeze so weit
gediehen, dass es kein Zurück mehr gibt. Das Projekt ist zum
Erfolg verurteilt, da zu diesem Zeitpunkt erhebliche Summen von
Seiten
der privaten Investoren (rund 50 Mio. €), aber auch beachtliche staatliche Mittel als Anschubfinanzierung in den Aufbau des Airports Weeze geflossen sind (3,5 Mio. € erfolgsabhängige
Fördermittel, 13 Mio. € als Kredit zu marktüblichen Zinsen). Mit dem
zwischenzeitlich diskutierten Rückkauf von Anteilen an der
Betreibergesellschaft (und Eigentümerin) des Flughafens durch den Kreis
würden ggf. weitere Gelder in das Projekt fließen (nach anderen Quellen
sind bisher insgesamt 26 Mio. Fördergelder geflossen). Ein Scheitern des
Projektes zum jetzigen Zeitpunkt wäre daher für den Kreis und damit für "den
Steuerzahler" ein Desaster. Daran kann niemand ein Interesse haben.
Daher rufen wir auch die
Gegner des Airports auf, die
Auseinandersetzungen der Vergangenheit ruhen zu lassen, den Blick
nach vorne zu richten und im Sinne einer gedeihlichen Zukunft der
Region zusammen zu arbeiten. Es ist zu spät für andere
Nutzungsmöglichkeiten des Geländes; jeder Widerstand gegen
das Projekt gefährdet bereits vorhandene und künftige
Arbeitsplätze und damit die Entwicklung der ganzen Region.
In Anbetracht der jüngsten
Gerichtesentscheidung (Bundesverwaltungsgericht
Leipzig am 16. Oktober 2008) sind die Chancen der Flughafengegner, den
Flughafen gänzlich zu verhindern, praktisch gestorben. Das
Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung hinreichend deutlich
gemacht, dass es nicht gewillt ist, den Flugbetrieb in Weeze zu
unterbinden. Der Fortgang
des Prozesses, nunmehr wieder vor dem OVG in Münster, wird die Realisierung des Projektes kaum noch
verhindern können. Er
kann sie aber noch erschweren, denn solange keine Rechtssicherheit
besteht, halten sich potentielle Investoren zurück. Es wäre daher ein
Segen für den Flughafen, die Region und alle Betroffenen, wenn die
verbliebenen Klagenden ein Einsehen hätten und ihre Klage zurück zögen.
Wir sind überzeugt, dass der
Flughafen gegen alle Widerstände am Ende eine Erfolgsgeschichte wird. Dafür
setzen wir uns ein; wir wollen die Entwicklung des Airports daher
wohlwollend, aber auch kritisch begleiten.
Wir über uns:
Die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft „pro:niederrhein“ sind Weezer Bürger, in Weeze aufgewachsen oder wohnen und arbeiten in der Region beiderseits der Grenze. Viele von uns hatten persönliche Kontakte zu den Briten und kennen den Flug-Betrieb noch aus den Zeiten der Royal Air Force
(bis 1999). Unser Interesse gilt dem Erfolg des „Airport Weeze“ (Niederrhein), damit die Region davon profitiert und Arbeitsplätze entstehen. Keiner von uns arbeitet für den „Airport Weeze" (Niederrhein) oder für eine der daran angebundenen Firmen. Auf diese Unabhängigkeit legen wir besonderen Wert.
Für namentlich gekennzeichnete Beiträge zeichnen ausschließlich die Autoren verantwortlich.
Mitglieder:
Andreas Imhof, Rheinberg
(unser "Beobachter" in der Einflugschneise; liefert die News und
aktuelle Fotos)
Maik Sohl, Kevelaer
(Technische Beratung und Umsetzung)
Martin Kobal, Geldern
(Technische Beratung, Grafik, Presseschau)
Ilona Knechten, Weeze
(geboren und aufgewachsen in Weeze, zuständig für
Finanzielles)
Ron Kellenaers, Niederlande
("unser Mann aus Holland"; Experte für den Flugbetrieb der RAF Laarbruch, leidenschaftlicher "Spotter")
Christian Egner
(aufgewachsen in Weeze; unser Rechtsexperte,
Forumsverantwortlicher)